Software Defined Everything (SDE)

– ein innovatives Paradigma zur Effizienzsteigerung und Komplexitätsreduzierung

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© AdobeStock.com/rejekimoyex; Fraunhofer IESE

Was ist Software Defined Everything?

Software Defined Everything, auch bekannt als Software Defined X (SDX), ist ein modernes Entwicklungsmodell für IT- und Industriesysteme, das darauf abzielt, Hardware und Software voneinander zu entkoppeln. Während klassische Systeme stark an spezifische Hardware gebunden sind, ermöglicht SDX eine flexible, softwaregesteuerte Steuerung und Verwaltung von IT- und Industriesystemen. Dieser Ansatz eröffnet neue Möglichkeiten für innovative Produkte und Prozesse in unterschiedlichsten Branchen – von der Automobilindustrie über die Telekommunikation bis hin zur industriellen Fertigung.

Und warum ist Software Defined X die Zukunft?

Klassische Entwicklungsansätze koppeln Hardware und Software eng miteinander. Änderungen an einer Komponente erfordern oft aufwendige Anpassungen an der gesamten Systemarchitektur. Software Defined X durchbricht diese Grenzen und ermöglicht es, Software unabhängig von der zugrunde liegenden Hardware zu aktualisieren und weiterzuentwickeln. Durch diese Entkopplung von Hardware und Software können Unternehmen schneller auf neue Anforderungen reagieren, Entwicklungszyklen verkürzen und innovative Funktionen unabhängig von physischen Komponenten realisieren. Dadurch entstehen nicht nur flexiblere Systeme, sondern auch erhebliche Kosteneinsparungen in der Wartung und im Betrieb.

Damit ergibt sich der zentrale Vorteil der kontinuierlichen Weiterentwicklung. Statt sich auf starre, einmal festgelegte Systeme zu verlassen, ermöglicht Software Defined Everything fortlaufende Software-Updates – ähnlich wie bei modernen Smartphones. Diese Updates sorgen nicht nur für Sicherheitsverbesserungen, sondern bieten auch neue Funktionen und Optimierungen, die Unternehmen einen klaren Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Um SDX umzusetzen, müssen bestimmte Voraussetzungen gegeben sein. Die Hardware muss flexibel und leistungsfähig genug sein, um softwaregesteuerte Funktionen effizient zu unterstützen. Eine hohe Rechenleistung und eine modulare Architektur, die von der Software abstrahiert werden kann, sind entscheidend, ebenso wie die Unterstützung standardisierter Schnittstellen und Protokolle, um nahtlose Integrationen zu ermöglichen.

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Nach der Auslieferung wird die Software während des Betriebs kontinuierlich optimiert und verbessert.

Branchen, die von Software Defined X profitieren

Software Defined X ist bereits in verschiedenen Sektoren im Einsatz und zeigt dort seine Vorteile:

  • Moderne Fahrzeuge setzen verstärkt auf softwaregesteuerte Funktionen, die sich über Updates verbessern lassen.

     

  • Die Hardware von Produktionsanlagen muss nicht mehr auf bestimmte Aufgaben ausgelegt sein. So können die Maschinen durch Softwareanpassungen umprogrammiert werden. 

  • Verschiedene Systeme werden von Anfang an so konzipiert, dass sie miteinander kommunizieren können. Technologien wie Sensoren, Fahrzeuge und Rechenzentren arbeiten nahtlos zusammen.

  • Sicherheitslösungen passen sich dynamisch an neue Bedrohungen an und erhöhen die Widerstandsfähigkeit von IT- und Kommunikationssystemen.

  • Analogtechnik, wie Antennen, Verstärker oder Frequenzregler, wird durch digitale Signalverarbeitung ersetzt. Das Ziel – kostengünstige Antennen und modulare Erweiterbarkeit.

  • Durch die Trennung von Steuerung und Datenfluss, werden flexible, zentral gesteuerte und effiziente Netzwerke mit schnellerer Bereitstellung und besserer Sicherheit ermöglicht.

  • Speicherlösungen können dynamisch angepasst werden, um optimale Performance und Skalierbarkeit zu gewährleisten.

Erfolgreiche Umsetzung und Implementierung im Unternehmen

Die Einführung von Software Defined Everything erfordert ein Umdenken in der Entwicklungsstrategie. Unternehmen müssen ihre IT- und Systemlandschaft analysieren, eine Software-First-Strategie entwickeln und Hardware-Abstraktionsschichten implementieren. Zudem ist die Integration von Cloud- und Edge-Technologien essenziell, um die volle Leistungsfähigkeit von SDX auszuschöpfen.

Mittelständische Unternehmen stehen oft vor zusätzlichen Herausforderungen: Die Schnelllebigkeit von Software, der Fachkräftemangel und der Anspruch auf technologische Souveränität erschweren die Umsetzung. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Ingenieurteams und Softwareentwicklern ist entscheidend, um die Vorteile von SDX voll auszunutzen und zukunftssichere Produkte zu schaffen.

Starten Sie jetzt mit Software Defined X

Damit Sie das volle Potenzial ausschöpfen können, begleiten wir Sie entlang des gesamten Prozesses. Unser Leistungsspektrum umfasst:

Blauer Kreis, Nummer 1

Anforderungsanalyse und Strategieentwicklung
Gemeinsam mit Ihrer Strategie- und Entwicklungsabteilung ermitteln wir die notwendigen Schritte für eine erfolgreiche SDX-Transformation.

Blauer Kreis, Nummer 2

System- und Software-Architekturen
Wir identifizieren geeignete Architekturansätze für Ihre Branche und setzen diese gemeinsam mit Ihnen um.

Blauer Kreis, Nummer 3

Technologieauswahl und Hardware-Abstraktion
Wir evaluieren und implementieren Technologien, die eine flexible, softwarebasierte Steuerung ermöglichen.

Blauer Kreis, Nummer 4

Messbarkeit der Produktivitätssteigerung
Durch definierte KPIs machen wir die Effizienzgewinne durch SDX konkret messbar.

Feldversuche und Demonstratoren
Wir validieren das SDX-Prinzip in Pilotprojekten, um eine sichere Einführung in Ihrem Unternehmen zu gewährleisten.

SDX-Community und Wissensaustausch
Durch Konferenzen und Workshops in unserem Fraunhofer-Zentrum in Kaiserslautern ermöglichen wir den Austausch mit führenden Experten.

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